Ergebnisse der Bevölkerungsumfrage in Bremgarten

In Zusammenhang mit dem knappen Budget Nein hat die GLP eine umfangreiche Bevölkerungsumfrage lanciert. 153 Bremgarter*innen haben an der Umfrage verdankenswerterweise teilgenommen. Die Umfrage gibt der GLP die Möglichkeit Ihre Visionen an die Bedürfnisse der Bevölkerung weiter anzupassen.

Im Rahmen der Umfrage wurde einerseits versucht das Abstimmungsverhalten der Bermgarter*innen zu analysieren. Idee war es herauszufinden, weshalb jemand Ja oder Nein zum Budget in Bremgarten sagte. Die Gründe für oder gegen das Budget zu stimmen, war damals sehr vielschichtig (Anmerkung: Wir verweisen auf unsere bisherigen Medienmitteilungen).

Im Rahmen der Umfrage wurde jedoch nicht nur das Abstimmungsverhalten analysiert, sondern auch nachgefragt, wie Bremgarten (noch) besser gemacht werden kann. Die Ergebnisse sind aufschlussreich und geben den Grünliberalen weiteres Material, was in Bremgarten besonders gut und was weniger gut läuft. Die Verantwortlichen der Umfrage zeigen sich zufrieden. Dominik Peter, Präsident GLP Bremgarten, erklärt: «wir haben den Nerv der Zeit getroffen. Vielen Menschen, unabhängig ihrer Parteizugehörigkeit haben sich die Zeit genommen und die Umfrage recht umfangreich ausgefüllt. Einzelne haben mir dann noch extra eine E-Mail gesendet und so ihre Wünsche und Bedürfnisse ergänzt. » 

Raphael Ripamonti, GLP-Mitglied, hat die Umfrage in einem selbstgeschriebenen Computerprogramm zu einer Wordcloud (Wortwolke) zusammengefasst. Die grossgeschriebenen Worte wurden oft genannt, die klein geschriebenen Wörter weniger oft. Einzelne Wörter wie: «Ja», «Nein» oder «Wichtig» wurden aus der Auswertung herausgestrichen. Raphael Ripamonti hat sichtlich Freude an der Arbeit mit Daten und dem Auswerten von Informationen. Er ergänzt, dass die ganz gross geschriebenen Worte darin gründen, dass wir bei einzelnen Fragen die Antworten vorgegeben haben und bei anderen nicht. So sind die Worte «Reuss, ÖV und Wald» allesamt Teil der Antworten zur Frage «Was macht aus Ihrer Sicht die Stadt attraktiv? »

Sandro Schmid freut sich über die vielen Ideen, welche mittels der Umfrage generiert werden konnte. Einerseits sieht er echte Chancen Bremgarten noch besser zu machen und andererseits wurde ihm auch deutlich aufgezeigt, wo sich die GLP mehr einbringen muss. Insbesondere bei der BNO Gesamtrevision ist es wichtig genau hinzuschauen und Pfähle einzuschlagen.

Isabelle Leuenberger, die Medizin Studentin in der Runde, erklärt, für sei aus der Umfrage klargeworden, dass es mehr Haus- und vor allem auch ein Kinderarzt in Bremgarten braucht. Einzelne Eltern hätten sich extra nochmals per E-Mail hinsichtlich dieser Problematik bei der GLP gemeldet. Wir sollten unbedingt Wege finden um aufzuzeigen, wie attraktiv Bremgarten zum Leben und Arbeiten ist. Aber auch auf kantonaler Ebene müssen gute Rahmenbedingungen für Hausärzte 1. Klasse geschaffen werden. 

Die GLP wird nach den Grossratswahlen im Rahmen eines Workshops und unter Einbezug dieser Resultate ihre Leitlinien / Vision für die Stadt Bremgarten (und der Region) mit klaren Forderungen auch im Hinblick auf die bevorstehenden Stadtratswahlen 2021 erarbeiten. Die GLP wird voraussichtlich zu den Stadtratswahlen antreten.

Wir werden laufend auf dieser Webseite einzelne Resultate und Diagramme veröffentlichen.

Bremgarten braucht nun endlich ein Budget

Die GLP respektiert den Volksentscheid, in welchem das Budget des Stadtrates knapp abgelehnt wurde. Die Bevölkerungsumfrage der GLP, an welcher bis heute 141 Personen teilgenommen haben, zeigt, dass die Gründe für das Ablehnen des Budgets vielschichtig waren. Einerseits wollte man in der Corona Krise die Menschen nicht noch mehr belasten. Andererseits wurde auch die fehlende Transparenz und Effizienzsteigerung in der Verwaltung genannt. Das Nein gründet wohl in der Steuerfusserhöhung und nicht weil einzelne Projekte verhindert werden sollten.

Insbesondere wegen dem Vorwurf der fehlenden Transparenz hat die GLP den Stadtrat gebeten, dass er zukünftig aufzeigt, welche Ausgaben gebunden (also nicht steuerbar) sind, welche teilweise steuerbar sind und welche schon. Dadurch kann zumindest dem Vorwurf der fehlenden Transparenz entgegen gewirkt werden.

Die GLP ist der Ansicht, dass der Stadtrat in einem ersten Schritt wieder handlungsfähig werden muss. Deshalb stimmt sie dem Budget zu. In einem zweiten Schritt muss der Stadtrat über die Bücher, um den Selbstfinanzierungsgrad zu erhöhen und das strukturelle Defizit zu beheben. Es darf langfristig nicht sein, dass mit den Einnahmen nur 67 % der Ausgaben gedeckt werden können! 

Angesichts der Corona Krise und des bereits weitvorangeschrittenen Jahres, erscheint es zumindest kurzfristig besser, ein schlechtes (mit Minus oder zu tiefen Steuerfuss) als gar kein Budget zu haben. Deshalb werden die Grünliberalen voraussichtlich keine Änderungsanträge stellen und dem Budget zustimmen.